Kein Missbrauch: Handyfoto-Fall

ist zwar schon älter diese “news” aber ich stell sie trotzdem mal rein…

05.04.2007 | 18:31 | (Die Presse)

Burschen müssen nur wegen Verbreitung von Pornos vor Gericht.

APA (HELMUT FOHRINGER) LINZ (APA). Die Ermittlungen in jenem Fall, bei dem drei Burschen einem alkoholisierten 13-jährigen Mädchen in Oberösterreich die Hose heruntergezogen und es mit der Handykamera gefilmt haben sollen, sind nun abgeschlossen. Zwei der verdächtigen Jugendlichen müssen sich nur wegen der Verbreitung von pornografischen Materials vor Gericht verantworten. Das bestätigte die oberösterreichische Sicherheitsdirektion gestern, Donnerstag.

Der Zwischenfall aus Freistadt war Ende März bekannt geworden: Ein strafunmündiger Bursche und zwei ältere Freunde sollen dem betrunkenen Mädchen die Hose heruntergezogen haben und die halbnackte Schülerin mit einem Mobiltelefon gefilmt haben. Der Fall flog schließlich auf, weil sie das Video an Freunde und Mitschüler der Hauptschule verschickten.

Zu geringer Altersunterschied

Eine Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs kommt aus rechtlichen Gründen nicht in Frage, weil der Altersunterschied zwischen Tätern und Opfer zu gering ist.

Im Gesetz ist nämlich vorgesehen, dass sexuelle Annäherungen unter nahezu Gleichaltrigen nicht kriminalisiert werden sollen.

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 06.04.2007)

~ von Thomas Puntigam am April 8, 2007.

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