Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht

(aus: Kurier)

Ein Gericht in Saudi Arabien verurteilte die 19-Jährige zu 90 Peitschenhieben. Österreichische Muslime kritisieren das „Fehlurteil“.

reuters

Sie sei das Opfer einer Erpressung, sagte die junge Frau.

Die „Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen“ distanziert sich scharf von der Verurteilung eines 19-jährigen Vergewaltigungsopfers zu 90 Peitschenhieben durch ein Gericht in Saudi-Arabien. Wie Imam Tarafa Baghajati mitteilte, hat sich die von ihm mit gegründete „Initiative“ inzwischen direkt an saudische Stellen gewandt.

Die französische Nachrichtenagentur AFP hatte unter die Berufung auf die Zeitung „Saudi Gazette“ vor einigen Tagen berichtet, eine Frau, die von einem Mann erpresst und von einer Gruppe von Männern entführt und vergewaltigt worden sei, sei von einem Gericht in Saudi-Arabien zu 90 Peitschenhieben verurteilt worden. Begründet wurde der Urteilsspruch damit, dass die 19-Jährige einen Mann getroffen habe, mit dem sie nicht verwandt sei, wie die Betroffene in einem anonymen Interview selbst berichtet hatte.

Opfer einer Erpressung

Sie sei das Opfer einer Erpressung, sagte die junge Frau. Ein Mann habe sie zu einem Treffen gezwungen, indem er ihr drohte, ihrer Familie über ein angebliches außereheliches Verhältnis zu berichten. Solche Beziehungen sind in Saudi-Arabien verboten.

In einem Schreiben an die saudische Botschaft in Österreich und an den saudischen König Abdullah stellte die „Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen“ fest, „dass uns für ein solches Fehlurteil jedes Verständnis fehlt“. Die Richter in Katif wurden ersucht, ihr Urteil zu überdenken und im Sinne des Islam zu revidieren. „Für eine detaillierte Aussprache in rechtlicher, wissenschaftlicher und theologischer Sicht stünden wir gerne zur Verfügung“, wird in dem Schreiben betont.

~ von Thomas Puntigam am März 11, 2007.

Eine Antwort to “Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht”

  1. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHH!!!!!!!!!!!
    unglaublich…

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